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Liancourt liegt im Département de L’Oise rund 60 km nördlich von Paris und hat ca. 6.653 Einwohner. Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages fand statt am 19. April 1997 in Mainburg und am 21. September 1997 in Liancourt.
Der Name Liancourt hat sich im Laufe der Zeit mehrmals verändert. Im Jahre 828 hieß es „Landulfi curtis“.
Die Bezeichnung änderte sich in „Liencurta“, „Lyencuria“ und „Liencourt“ gegen 1384. Die Endung „curtis“ weist darauf hin, dass es unter dem Königsgeschlecht der Merowinger ein Bauernhof war, wahrscheinlich im Besitz der Familie Lien. Vor der Revolution von 1789 waren die Herzöge von La Rochefoucault Wohltäter der Stadt. Sie gründeten ein Stift für Arme und Waisen aus der ganzen Gegend, später die erste Sparkasse Frankreichs und eine Berufschule für verwaiste Soldatenkinder, die seitdem eine der berühmtesten Ingenieurschulen geworden ist. Einwohner, Landwirtschaft und Industrie.
Die Stadt hatte vor der Revolution ca. 1000 Einwohner, am Ende des 19. Jahrhunderts 4.600 und laut der neuesten Volkszählung 6.653.
Früher wurden in Liancourt Wein und Hopfen angebaut, sowie eine Bohnensorte, die bei den Feinschmeckern immer noch sehr beliebt ist. Auch die frostsichere Apfelsorte „Duret“ wird von vielen Pariser Konditoren bevorzugt.
Im Laufe der Jahrhunderte ließen sich verschiedene Betriebe in Liancourt nieder und produzierten Textilien, Strümpfe, Seile, Töpfe, usw. Eine Zeit lang war Liancourt einer der wichtigsten Schuhhersteller in Frankreich. Auch die Landmaschinenfabrik Bajac, Gewinner von mehr als 10 Preisen bei Weltausstellungen mit Vertrieb in Paris, war weltberühmt. Aber Bajac belieferte vor allem die französischen Kolonien und musste 1962 nach der Unabhängigkeit seine Werke in Liancourt entgültig schließen.
Heutzutage produziert man in Liancourt Lebensmittel, Kosmetikartikeln, Lederbekleidung, Holzmöbel, Karton, Kunststoff, usw.
Neben Krankenhaus und Schule gründeten die Herzöge von La Rochefoucault Betriebe, in denen die Wasserkraft des Baches Beronnelle eingesetzt wurde.
Im Jahre 1861 benutzte der Industrielle Philippe Imbart-Latour Erdgas in seiner Schuhfabrik, und stiftete zugleich der Stadt Liancourt die erste Straßenbeleuchtung.
Die 1780 gegründete Berufsschule wurde 1795 verstaatlicht und zog 1799 nach Compiegne, wo Napoleon sie mehrmals besichtigte. Heutzutage heißt die Bildungseinrichtung Ecole Nationale Superieure des Arts et Metiers („Bundesfachoberschule der Künste und Zünfte“) und besitzt in Frankreich 6 Schulen für das 1. und 2.-Lehrjahr, sowie eine Schule in Paris für das 3. Lehrjahr. Dort werden jährlich fast 1.000 Ingenieure ausgebildet.
Die 25.000 ehemaligen Schüler haben in Liancourt in der historischen Berufsschule ein Museum eingerichtet, und fördern u. a. finanziell die neuen Schülergenerationen.
Moriya liegt in der Präfektur Ibaraki-Ken rund 40 km nordöstlich von Tokio und hat eine Einwohnerzahl von 68.992 (Stand: März 2021).
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages am 25. September 1989 in Mainburg und am 03. November 1990 in Moriya.
Weitere Kenngrößen:
Gebietsgröße: 35,63 km²
Höhe: 20 m über NN
Lage:
Die Stadt Moriya liegt in der Kanto-Ebene, im Südwesten der Präfektur Ibaraki, etwa 40 km nordöstlich von Tokyo. Von Moriya aus ist das Zentrum der japanischen Hauptstadt über die Joban-Autobahn oder mit der Bahn – der Joban-Linie – innerhalb etwa einer Stunde zu erreichen.
Im Jahr 2005 wird wurde eine weitere Schnellbahnlinie, die Joban Shinsen eröffnet. Dadurch wird sich die Fahrtzeit nach Tokyo auf nur 35 Minuten verkürzen.
Stadtgeschichte:
Moriya, wie wir es heute kennen, ist 1955 aufgrund einer Gemeindereform entstanden, bei der mehrere Dörfer in der landwirtschaftlich geprägten Region zwischen den Flüssen Tone, Kokai und Kinu zusammengeschlossen wurden. In der Stadt befinden sich noch heute die Grundmauern einer Burg, die von Masaka TAIRA (? – 940 A.D.) gegründet wurde.Taira leitet den ersten großen Aufstand der Kriegerklasse gegen die Zentralregierung, die seinerzeit in Kyoto ansässig war.
Damals sah die Landschaft um Moriya noch ganz anders aus als heute:
es handelte sich um ein großflächiges Sumpfgebiet mit kleinen Siedlungen auf Anhöhen. Auch die obengenannten Flüsse verliefen noch nicht durch das Gebiet. Erst im Zuge des Ausbaus von Edo (heute Tokyo) zur Shogunats-Hauptstadt Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu großangelegten Flußumleitunge, bei denen die Mündung des Tone von der Bucht von Tokyo um etwa 100 km nach Nordosten verlegt wurde.
Auch heute noch wird in den Flußniederungen Naßreisanbau betrieben und auf höher gelegenen, trockeneren Flächen Gemüse angebaut.
In den letzten 50 Jahren ist als weiterer landwirtschaftlicher Erwerbszweig die Milchwirtschaft hinzugekommen. Der ehemals ländliche Charakter der Stadt verändert sich jedoch sehr schnell.
Bevölkerungsentwicklung:
Bis Anfang der 70er Jahre hatte die Stadt nur etwa 12.000 Einwohner, danach nahm die Einwohnerzahl rapide zu. Heute wohnen weit über 68.000 Menschen in Moriya.
Dieser rasante Bevölkerungszuwachs gründet sich auf der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und die Urbanisierung, besonders auf die Ausdehnung der Metropole Tokyo in ihr Umland.
An den von der Innenstadt Tokyos sternförmig ausgehenden Bahnlinien entstanden viele Pendlerstädte, zu denen auch Moriya gehört.
Trotz des schnellen Bevölkerunngswachstums sieht man in Moriya immer noch viel Grün, und viele landwirtschaftlich genutzten Flächen, die gleichzeitig ein großes Entwicklungspotential für die Zukunft der Stadt bedeuten.
Aktiver Schüleraustausch zwischen den Partnerstädten:
Im zweijährlichen Turnus kommt eine Gruppe von japanischen Jugendlichen in unsere wunderschöne Hopfenstadt Mainburg. Sie leben für eine Woche in Gastfamilien, die im Umkreis leben. Neben Ausflügen nach Schloss Neuschwanstein, Landsberg am Lech und nach München steht eine Abschiedsparty und ein gemeinsamer Grillabend mit den Gästen und Gastfamilien auf dem Programm.
Natürlich hat jede Familie auch genug Zeit, um mit dem Gastkind Zeit zu verbringen und verschiedenste Programmpunkte zu erleben.
Im Gegenzug hierzu dürfen auch die Mainburger Bürger die Gastfreundschaft der Japaner erleben. Bei einem Tag in der Weltmetropole Tokio oder in einem atemberaubenden Schrein in Nikko bilden sich Freundschaften, die noch lange über den Besuch hinaus andauern.
Es bietet sich die Möglichkeit, eine ganz andere Kultur zu erleben und in ein völlig anderes Leben einzutauchen. Der japanische Kulturtag bietet die Gelegenheit, Fremdes zu entdecken und auszuprobieren. Hier kann auch der typische Kimono anprobiert werden.
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages am 15. Juli 2003 in Mainburg.
Die Stadt Mainburg plant in den kommenden Sommerferien eine Jugendreise zur Partnerstadt Moriya in der Nähe von Tokyo. Interessierte Jugendliche können sich bis Sonntag, 10. April, bewerben. Im Folgendenkann hierzu ein Formular heruntergeladen werden. Dieses ist ausgefüllt per Mail an stadtmarketing@mainburg.de zu schicken oder an Stadt Mainburg, Stadtmarketing, Am Marktplatz 1-4, 84048 Mainburg. Familien von Jugendlichen, die als Gastfamilien bereits einen japanischen Jugendlichen bei sich aufgenommen hatten und noch nicht in Moriya waren, werden bevorzugt behandelt.
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