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Die kommunale Wärmeplanung (KWP) – Was ist das?
Die kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planung für die Wärmeversorgung im Gemeindegebiet. Sie soll einen Weg aufzeigen, wie diese bis 2040 nachhaltig und treibhausgasneutral werden kann.
Warum Wärmeplanung?
Die Wärmeversorgung macht in Deutschland mehr als 50% des gesamten Energieverbrauchs aus.
Dadurch wird ein Großteil des CO2-Ausstoßes verursacht. Aktuell wird der Bedarf zu rund 80% durch Öl & Gas (fossile Brennstoffe) gedeckt.
Da diese aus Nicht-EU Staaten stammen, besteht sowohl in Hinsicht Verfügbarkeit als auch Preis eine gewisse Abhängigkeit.
Das Ziel der kommunalen Wärmeplanung
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) sieht eine ausschließliche Nutzung von Erneuerbaren Energien und unvermeidlicher industrieller Abwärme bis 2045 vor.
Dazu sollen kleine Kommunen (< 100.000 Einwohner) bis zum 30.06.2028 eine Wärmeplanung erstellt haben.
In Bayern möchte man sogar schon bis 2040 klimaneutral sein. Dafür ist eine fossilfreie Wärmeversorgung essentiell.
Der Endbericht zur Kommunalen Wärmeplanung in Mainburg
Ein Wärmeplan ist grob in 4 Phasen unterteilt (zum Aufklappen bitte den Pfeil auf der rechten Seite anklicken)
Hier werden verschiedene Daten zusammengeführt, um den aktuellen Zustand folgender Dinge abzubilden:
Wärmebedarf
Beheizungsstruktur
Altersklassen der jeweiligen Gebäude
Sanierungszustand (soweit möglich)
Gewerbebetriebe wurden gesondert befragt und eingebunden.
Die Bestandsanalyse für Mainburg ergab:
Der gesamte Wärmebedarf in Mainburg liegt derzeit bei 184 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr und wird überwiegend durch fossile Energieträger gedeckt. Heizöl und Erdgas machen gemeinsam über 79 % des Energieverbrauchs aus. Erneuerbare Energien wie Umweltwärme, Biogas und Biomasse tragen nur knapp 20 % zur Bedarfsdeckung bei. Ergänzend stammt ein kleiner Anteil von 3 % aus Heizstrom. Kohle und Abwärme werden in Mainburg nicht genutzt.
Hier werden Potenziale zur Einsparung von Energie und zur Minderung des Wärmebedarfs untersucht.
Dies geschieht in den Kategorien:
Prozesswärme
Raumwärme / Warmwasser in Gebäuden
Auch mögliche Wärmequellen für die zukünftige Versorgung werden abgewägt:
unvermeidbare industrielle Abwärme
Solarthermie
Geothermie
Biomasse
Großwärmespeicher
Abwasser
Die folgenden Ergebnisse dieser Analyse bilden die Grundlage für die Ausarbeitung eines möglichen Zielszenarios zur zukünftigen klimaneutralen Wärmeversorgung der Kommune.
Im Ausgangsjahr 2024 beträgt der gesamte Wärmebedarf in Mainburg rund 184 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Bei einer angesetzten Sanierungsquote von 1 % jährlich, die als realistisch und umsetzbar eingeschätzt wird, ergibt sich bis zum Zieljahr 2045 eine Energieeinsparung von etwa 13 %. Der Wärmebedarf sinkt dadurch auf rund 161 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr.
Um diesen Bedarf klimaneutral zu decken, müssen die fossilen Energieträger schrittweise ersetzt werden. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt im Jahr 2024 bei 19 % und soll bis zum Zwischenzieljahr 2030 auf 37 %, daraufhin bis zum Jahr 2035 auf 57 % und bis 2040 auf 78 % steigen. Im Jahr 2045 soll der gesamte Wärmebedarf vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Etwa 48 % des Wärmebedarfs sollen dann aus netzgebundenen erneuerbaren Energien stammen. In der nachfolgenden Grafik ist die angestrebte Verteilung nach Energieträgern im Zieljahr 2045 dargestellt.
Um eine erfolgreiche Wärmewende in Mainburg durchsetzen zu können, wurden die im Folgenden aufgelisteten Maßnahmen erarbeitet. Sie basieren auf den lokalen Gegebenheiten und Möglichkeiten der Kommune und können in die folgenden Handlungsfelder eingeteilt werden:
1. Information
Auskunftsstelle für Gebäudeeigentümer
Platzierung Energieberater und Energieeffizienz-Experten
Umwelt- und Klimaschutzbildung für Kinder und Jugendliche
2. Energieeinsparung und -effizienz,
Prämierung vorbildlicher Projekte
Heizungsoptimierungen / hydraulischer Abgleich
Sanierung kommunaler Gebäude
3. Energiebedarf mit -Herstellung und -Verteilung
Ausbau / Transformation Wärmeversorgungsnetze / Nutzung ungenutzter Abwärme (Stadt Süd- Prüfgebiet)
Machbarkeitsstudie zur Erschließung von Flusswasserwärme
Heizungstausch in Richtung dezentraler erneuerbarer Energien
Machbarkeitsstudie – Wärmenetz 1 (Stadt Nord – Eignungsgebiet)
Machbarkeitsstudie – Wärmenetz 2 (Innenstadt – Eignungsgebiet)
Machbarkeitsstudie – Wärmenetz 3 (Wambach-Ost – Prüfgebiet)
Machbarkeitsstudie – Wärmenetz 4 (Sandelzhausen – Prüfgebiet)
Machbarkeitsstudie – Wärmenetz 5 (Meilenhofen – Prüfgebiet)
Übergangsheizungen während Bau eines Wärmenetzes
Durch die Wärmeplanung soll aufgezeigt werden, wie die Klimaneutralität schrittweise bis 2045 hergestellt werden kann – und welche Wärmenetze ggf. machbar wären. Es handelt sich um eine Vorplanung für die Eruierung künftiger Maßnahmen. Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Umsetzung vorgestellter Maßnahmen oder Modelle.
Der ausführliche Endbericht zur Kommunalen Wärmeplanung (Stand 2025) für Mainburg findet sich hier:
Mit der Auswahl zweier Fokusgebiete werden gezielt jene Bereiche in den Blick genommen, deren Umsetzung die Stadt Mainburg zeitnah vorantreiben möchte. Ausgewählt wurden das Eignungsgebiet „Mainburg Zentrum“ sowie das Prüfgebiet „Wambach“. Beide Gebiete zeichnen sich durch hohe Wärmeverbräuche aus, gleichzeitig war zu Beginn der kommunalen Wärmeplanung noch unklar, wie dort künftig eine klimafreundliche Wärmeversorgung realisiert werden kann.
Das Prüfgebiet „Gewerbegebiet Süd“ wurde ebenfalls als potenzielles Fokusgebiet geprüft. Da hier jedoch aktuell bereits eine eigenständige Machbarkeitsstudie für ein mögliches Wärmenetz läuft, konzentriert sich diese Wärmeplanung auf die beiden genannten Gebiete.
Im Fokusgebiet liegen sowohl eine hohe Wärmeliniendichte als auch ausreichend große Ankerkunden vor, um eine wirtschaftliche Umsetzung zu ermöglichen.
Gebäude, die nicht an das Wärmenetz angeschlossen werden können, sollen künftig dezentral über Wärmepumpen, Ökostrom oder Biomasse versorgt werden.
Die genannten Gebiete erfordern jedoch noch genauere Untersuchungen in Form von Machbarkeitsstudien. Dies bedeutet, dass es weder Umsetzungsbeschlüsse oder Garantien für die Umsetzung von Maßnahmen in den besprochenen Gebieten gibt. Vielmehr wurden diverse Vorschläge für Maßnahmen erarbeitet, die im einzelnen der Prüfung bedürfen. Wer diese detailliert nachlesen möchte, findet sie im Endbericht ab Seite 73.
Projektlaufzeit
Start: Mitte Juli 2024
Fertigstellung: Juli 2025
Förderkennzeichen:
67K27350
Beteiligung der Öffentlichkeit in Q1/2025
Gewerbe und andere Akteure bereits in Bestandsanalyse mit eingebunden
Dienstleister:
Bietergemeinschaft
Frequentum GmbH
Plan4Better GmbH
Wärmeplanung – Beratungsangebote für private Haushalte
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
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